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Checkliste Panorama-Foto
Kameraeinstellungen
– Kamera Programm-Modus „M“ (= manuell) einstellen
– Aufnahmen ausschließlich mit Fernauslöser (drahtgebunden oder via Funk), Fernauslöser darf die Kamera nicht fokussieren lassen
– Brennweite auf 10 mm einstellen
– Auslöserknopf dient während der Belichtungsreihen nur zum „Aufwecken“ der Kamera aus dem Ruhezustand, falls die Kamera den zwischen den Aufnahmen selbst aktiviert. Der Auslöseknopf der Kamera darf nicht bei halbem Drücken fokussieren
– Objektiv am nächstgelegenen Objekt ausrichten und mit dem „AF“-Knopf daran scharfstellen lassen. Vorgang ggfls. mehrmals ausführen lassen, falls der Autofokus sich nicht entscheiden kann, sein angedachtes Ziel auf Anhieb zu finden
– Blendeneinstellung bei Aussenaufnahmen ab f8 aufwärts, in Innenräumen mindestens f13. Bei ausreichender Beleuchtung empfiehlt sich auch eine höhere Arbeitsblende. Bei schwacher Beleuchtung verlängert sich dann aber die Belichtungszeit dramatisch und kann bei HDR-Belichtungsreihen schon mal zu längeren Intervallen führen. Wenn der Fernauslöser die Belichtungsreihe automatisch anstößt und durchfährt und deshalb Einzelbilder nicht manuell auszulösen sind, besteht die Gefahr, dass sich schlimmstenfalls die Kamera „aufhängt“ und dabei die in logischer Folge anzufertigende Belichtungsreihe unterbrochen wird. Bei der nachfolgenden Bearbeitung führt sowas dann zu unverhältnismäßigem Mehraufwand
– Weissabgleich einstellen und fixieren
– Belichtungszeit ermitteln (mit dem „grünen Knopf“ die Kamera messen lassen)
– bei Belichtungsreihen in Innenräumen für HDR den gesunden Mittelwert der höchsten und niederigsten Belichtungszeit ermitteln – besser ist es, insgesamt vorsichtshalber etwas unterzubelichten
– bei Belichtungsreihen im Aussenbereich für HDR die Belichtung am hellsten Motiv ermitteln, damit werden ausgefressene Lichter weitestgehend vermieden
– alle zuvor gemachten Kamera-Einstellungen bleiben während des gesamten Aufnahmevorgangs unverändert
Stativstandort
bei Aussenaufnahmen so wählen, dass
– umgebende Objekte nicht unverhältnismäßig nah an der Kamera sind
– eigene Trittspuren vermieden werden
– Schattenwurf durch das Stativ soweit möglich und weitestgehend ausgeschlossen ist
– ein direkter Blick in die Sonne vermieden werden kann. Bei Außenaufnahmen deshalb die Windgeschwindigkeit und das dadurch in Abhängigkeit zu bringende Wolkenbild berücksichtigen
– nur unerhebliche Änderungen der Belichtung entstehen
– Aufnahmen mit sich bewegenden Objekten (Menschen) ggfls. mehrfach angefertigt werden – gleichartige Aufnahmen können übereinander gelegt und die sich aufgrund ihrer Bewegung veränderten Bildteile herausgefiltert werden
– möglichst wenig Wind die Stabilität der Montage beeinflusst. Der Bodengrund sollte ohnehin ein solides Fundament für die Stativfüße bieten. Die Beschwerung des Stativs mit einem an der Mittelsäule angebrachten Gewicht erzeugt meistens nur unerhebliche Stabilität, weil die zusätzliche Fläche (durch Ruck- oder Sandsack) bei Windböen auch eine größere Angriffsfläche bieten und so die Montage zu Schwingungen veranlasst
– bei deutlicher Wolkenbewegung das Aufnahmeintervall insgesamt auch möglichst ohne zu Bummeln beendet wird
– ein senkrecht nach oben gerichtetes Zenitbild bei zwei Aufnahmereihen, die jeweils bei Skala +4 bzw. -4 eingestellt werden, entbehrlich ist. Die Deckung des Bildausschnitts ist ausreichend, um damit den Zenit- und auch den Nadirpunkt ausreichend überlappen zu lassen.
– zwei bei Skala 0 nach unten gerichtete vertikale und in der senkrechten Achse um 90° gedrehte Bodenbilder möglich werden
Ein zusätzliches Bild für die vorteilhaft deckende Retusche des Stativstandorts:
– Stativ vom Standort etwa um 3 normale Schritte (etwa 1,5 bis max. 2 Meter) unter Berücksichtung von Schattenwurf und Gegenlicht versetzen
– Panoramakopfwinkel erneut vertikal auf Skalenziffer -4 einstellen
– ggfls. (auch mit gleicher Einstellung) – mit entsprechend versetztem Stativ – noch ein Bild vom Ort des Stativschattens machen
Retusche des Stativstandorts
– in PTGui
den Stativkopf in den senkrecht nach unten gerichteten Aufnahmen maskieren
das Bodenbild aus der versetzten Position großzügig um den Stativstandort maskieren und bei Bedarf anpassen
– in PS
falls kein versetztes Bodenbild möglich ist, nur den runden Stativkopfteller aus beiden senkrecht nach unten gerichteten Aufnahmen retuschieren, der übrig gebliebene Haltearm wird dann in PTGui maskiert